Wenn jeder Schritt unangenehm wird, Schuhe drücken oder sich Ihre Zehen sichtbar verändern, ist das ein Zeichen, dass sich die Statik Ihres Füsses verändert hat, und der richtige Moment, etwas dagegen zu tun.
Kommt Ihnen das bekannt vor?
- „Ich kaufe nur noch weite Schuhe.“
- „Ich habe ständig Hornhaut oder Hühneraugen.“
- „Der kleine Zeh reibt immer am Schuh.“
- „Es wird langsam schlimmer.“
Wenn Sie sich in einem dieser Sätze wiedererkennen, sind Sie nicht allein. Krallenzehen, Hammerzehen und der Digitus Quintus Varus (Schneiderballen) gehören zu den häufigsten Zehenfehlstellungen. Sie verursachen Schmerzen, Druckstellen und Bewegungseinschränkungen – und beeinträchtigen mit der Zeit die Lebensqualität spürbar.
Hammerzehe
Bei einer Hammerzehe ist das Mittelgelenk (PIP-Gelenk) dauerhaft nach unten gebeugt, während das Grundgelenk (MTP-Gelenk) gestreckt bleibt. Betroffen sind häufig der zweite, dritte oder vierte Zeh.

Mögliche Ursachen
- Falsches Schuhwerk: Zu enge, spitze oder hohe Schuhe zwingen die Zehen in eine unnatürliche Position.
- Muskuläres Ungleichgewicht: Schwache Fussmuskulatur oder überlastete Sehnen begünstigen die Fehlstellung.
- Genetische Veranlagung: Eine familiäre Häufung ist möglich.
- Fussfehlstellungen: Plattfüsse oder Spreizfüsse erhöhen das Risiko.
- Verletzungen oder Arthrose: Gelenkschäden können die Fehlstellung verstärken.
Typische Beschwerden
- Sichtbare Winkelbildung im Mittelgelenk.
- Druckstellen und Hühneraugen (Clavi) an der Zehenoberseite durch Reibung am Schuh.
- Schmerzen beim Gehen oder beim Tragen von Schuhen.
- Eingeschränkte Beweglichkeit des betroffenen Zehs.
Krallenzehen
Krallenzehen entstehen, wenn sich alle drei Zehengelenke (MTP-, PIP- und DIP-Gelenk) gleichzeitig beugen. Die Zehen krallen sich förmlich in den Boden. Diese Fehlstellung kann sehr schmerzhaft sein und das Gehen erheblich einschränken.

Mögliche Ursachen
- Ähnlich wie bei der Hammerzehe: zu enge Schuhe, muskuläre Dysbalancen.
- Neurologische Erkrankungen wie Diabetes oder Parkinson.
- Rheumatische Erkrankungen, die Sehnen und Gelenke schädigen.
Typische Beschwerden
- Starke Beugung in einem oder mehreren Zehengelenken.
- Druckstellen an den Zehenspitzen durch den Kontakt mit dem Boden.
- Schmerzen beim Abrollen des Fusses.
- Hühneraugen an den Zehenspitzen oder -oberseiten.
Digitus Quintus Varus – der Schneiderballen
Der kleine Zeh (Digitus V) ist im Grundgelenk (MTP-Gelenk) nach innen geknickt und liegt häufig über oder unter dem vierten Zeh. Wenn sich dabei eine knöcherne Verdickung am Köpfchen des fünften Mittelfussknochens bildet, spricht man vom „Tailor’s Bunion“ oder Schneiderballen.

Mögliche Ursachen
- Erbliche Veranlagung – dies ist die häufigste Ursache.
- Falsches Schuhwerk: Zu enge oder spitze Schuhe drängen den kleinen Zeh nach innen.
- Spreizfuss: Eine Verbreiterung des Vorfusses begünstigt die Fehlstellung.
- Frühere Verletzungen, z. B. Frakturen.
Typische Beschwerden
- Sichtbare Abweichung des kleinen Zehs nach innen.
- Druckschmerz am Köpfchen des fünften Mittelfussknochens.
- Rötungen, Schwellungen oder Hühneraugen durch Reibung am Schuh.
- Schwierigkeiten beim Tragen von normalem Schuhwerk.
Muss man operieren? Nicht immer.
Eine frühzeitige Diagnose und eine individuell abgestimmte Therapie sind der Schlüssel um Schmerzen zu lindern und die Funktion Ihres Fusses langfristig zu erhalten.
Wir prüfen immer zuerst sorgfältig:
- Ist die Zehe noch flexibel beweglich?
- Können Einlagen oder gezielte Entlastung helfen?
- Lässt sich die Ursache ohne Operation behandeln?
Wenn ja: Wir setzen auf konservative Behandlung. Wenn nein: Wir empfehlen eine gezielte, schonende Korrektur.
Was viele nicht wissen
Viele unserer Patientinnen und Patienten stellen sich bei einer Operation vor:
- Grosse Schnitte und eine lange Narbe.
- Wochen mit Gips und ohne Belastung.
- Starke Schmerzen nach dem Eingriff.
Das entspricht nicht mehr dem heutigen Stand der Medizin.
Unser Ansatz bei Orthofuss
Wir arbeiten – wenn sinnvoll – mit minimalinvasiver Vorfusschirurgie (MIS). Das bedeutet für Sie:
- Sehr kleine Zugänge – kaum sichtbare Narben.
- Präzise Korrektur der Fehlstellung unter Schonung des umliegenden Gewebes.
- Funktioneller Erhalt der Zehe – damit Sie sich wieder natürlich bewegen können.
Unser Ziel: Dass Sie wieder schmerzfrei gehen – und sich in Ihren Schuhen wohlfühlen.
Der Unterschied liegt im Detail
Bei uns wird jede Zehe individuell beurteilt und behandelt:
- Korrektur der Fehlstellung.
- Präzise Ausrichtung des Zehs.
- Oft auch Derotation – besonders wichtig beim kleinen Zeh.
Dieser ganzheitliche Ansatz ist der Grund, warum unsere Ergebnisse stabil und natürlich bleiben.
Nach der Operation
Viele unserer Patientinnen und Patienten sind angenehm überrascht, wie unkompliziert die Nachbehandlung ist:
- Sie können direkt gehen – im Spezialschuh, der Ihnen mitgegeben wird.
- Kein Gips, keine langen Ausfallzeiten.
- Rückkehr in den Alltag: in der Regel nach circa 4 Wochen.
Für wen ist eine Behandlung besonders sinnvoll?
Eine gezielte Abklärung empfehlen wir Ihnen, wenn Sie:
- Schmerzen beim Gehen haben.
- Im Alltag oder Beruf durch Ihre Beschwerden eingeschränkt sind.
- Wiederkehrende Druckstellen oder Hühneraugen bemerken.
- Eine zunehmende Fehlstellung feststellen.
In der Sprechstunde klären wir gemeinsam:
- Die genaue Ursache Ihrer Beschwerden.
- Welche konservativen Möglichkeiten für Sie infrage kommen.
- Ob und wann eine Operation sinnvoll wäre.
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Orthofuss – Spezialisiert auf moderne Fusschirurgie in Zürich
Abklärung, klare Empfehlung und ein individueller Behandlungsplan – ehrlich, strukturiert und auf Ihre persönliche Situation abgestimmt.


